Häufig gestellte Fragen

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Was bedeuten die Straßenzustände?


In Gesprächen mit Einheimischen und anderen Reisenden spielte die Einschätzung der Straßenqualität der vor uns liegenden Strecke immer eine besonders wichtige Rolle, wobei aber nur die Angabe der benötigten Fahrzeit und der vorherrschende Verkehr eindeutige Rückschlüsse zuließen. Zu unterschiedlich sind die Vorstellungen von schlechter und guter Straße. Trotzdem fährt man irgendwie relaxter, wenn man ungefähr weiß was alles auf einen zukommt. Aus diesem Grund versuche ich die Angaben ein wenig zu kategoriesieren, wobei ich als Maßstab die notwendige Aufmerksamkeit für die Strecke zu Grunde lege. Das ist natürlich ganz stark geschwindigkeitsabhängig aber ich probiere es trotzdem mal. Die Anregung zu den Bezeichnungen bekam ich von Christer (www.cub-adventure.se) aus Schweden, der mir auf diese Weise den Weg durch Angola, Kongo, Kongo, Kamerun beschrieben hat.



Bei der Eingabe der Bewertung zu einer Route erscheinen die ganzen unten aufgeführten Pictogramme (bitte nicht lachen, die habe ich selber gezeichnet, wenn einer bessere hat kann er mir die schicken). Man kann soviele anklicken wie man möchte, bzw. wie man brauch um die Straßenqualität der Route zu beschreiben. Sinnvoll ist es eigentlich die Teilrouten entsprechend der wechselnden Straßenqualität anzulegen, aber das ist wohl nicht immer möglich.


Vgtr-adjusted Very Good Tar Road

(VGTR) Perfekte, meist nagelneue, Asphaltstrasse. Man muss eigentlich nur darauf achten, dass man die nächste Kurve nicht verpasst. Ansonsten kann man ausgiebig die Landschaft geniessen.

Gtr-adjusted Good Tar Road

(GTR) Es ist eine geschlossene Asphaltdecke, die allerdings schon ein bischen verworfen ist oder Spurrinnen aufweist. Das Auto schwimmt ein wenig hin und her. Das Verhältnis der Aufmerksamkeit zwischen Straße und Landschaft ist ungefähr ausgeglichen.

Nsgtr-adjusted Not So Good Tar Road

(NSGTR) Es gibt vereinzelte Schlaglöcher, der Fahrbahnrand ist vielleicht teilweise ausgefranst. Manchmal muss man mit 2 Rädern von dem Asphalt runter und auf dem Seitenstreifen fahren, aber ohne die Geschwindigkeit zu vermindern. Vielleicht ist es auch eine GTR oder VGTR mit sehr seltenen großen Schlaglöchern fast über die ganze Straße, bei denen man schon stark abbremsen muss. Ein Auge ist immer auf der Straße, damit man nicht unangenehm Überrascht wird.

Btr-adjusted Bad Tar Road

(BTR) Es gibt soviele Schlaglöcher und der Fahrbahnrand ist dermaßen ausgefranst, dass man ganz schön am Rumkurven ist, um mit allen Reifen auf dem Asphalt zu bleiben. Oder man fährt über weite Strecken mit 2 Rädern auf dem Seitenstreifen, der ist aber auch schon ganz schön ausgefahren. Die Geschwindigkeit ist stark reduziert oder man muss häufig abbremsen. Die Straße erfordert die volle Aufmerksamkeit, nur gelegentliche Blicke nach links und rechts sind möglich.

Vbtr-adjusted Very Bad Tar Road

(VBTR) Der Asphalt ist eigentlich nur noch rudimentär vorhanden, wenn Überhaupt. Es ist nicht mehr möglich mit allen Rädern dadrauf zu bleiben. Die Schlaglöcher sind richtig tief und ausgefahren. Die Kanten sind hoch und scharf. Man sucht nur noch nach dem geringeren Übel. Von Geschwindigkeit kann eigentlich keine Rede mehr sein und von der Landschaft kriegt man als Fahrer nichts zu sehen.

Vggr-adjusted Very Good Gravel Road

(VGGR) Ist eigentlich wie eine VGTR nur eben gravel. 100km/h und mehr sind kein Problem. Kurven sind fast nicht vorhanden. Man muss natuerlich etwas mehr aufpassen als auf Asphalt, bekommt aber immer noch genug mit von der Landschaft.

Ggr-adjusted Good Gravel Road

(GGR) Man kann leider nicht ganz so sorglos fahren, da es einige ausgefahrene Stellen gibt bzw. in den deutlichen Spurrinnen sammelt sich an einigen Stellen der abgefahrene Kies.

Nsggr-adjusted Not So Good Gravel Road

(NSGGR) Es gibt teilweise leichtes Wellblech aber man findet immer wieder eine Spurt, die noch glatt ist. An Steigungen sind bereits kleinere Erosionsrinnen vorhanden. Vielleicht ist es eine schmale Regenwaldpiste, die meistens gut ist aber an manchen Stellen gibt es richtige Schlammloecher.

Bgr-adjusted Bad Gravel Road

(BGR) Besonders in den Kurven gibt es starkes Wellblech, dem man nicht mehr ausweichen kann. Manchmal sind es die Waagerechten Strecken, die stark ausgefahren und voller Loecher sind, dass man ziemlich rumkurvt, oder die Steigungen sind so ausgewaschen, dass man aufpassen muss, da nicht rein zu fahren. Im Regenwald kann man vereinzelt mit langen Matsch oder Wasserloechern rechnen.

Vbgr-adjusted Very Bad Gravel Road

(VBGR) Finsterstes LKW-Wellblech fast auf der ganzen Strecke. oder die Regenloecher sind so tief und zahlreich, dass man hoechstens die naechsten 10m im Blickfeld hat. Bei Regen taucht man manchmal ganz schoen ab. Es kann auch voellig zermahlenes Laterit sein, mit harten und hohen Kanten an den ausgefahrenen Loechern, und der Staub bleibt noch ewig in der Luft haengen nachdem ein Fahrzeug dort lang gefahren ist.

Sr-adjusted Sand Road

(SR) Die Strecke wurde irgendwann mal angelegt und wird evtl. auch ab und zu neu geschoben aber die Qualitaet ist stark wetterabhaengig, da es keinen festen Untergrund gibt. Normalerweise kann man mit 50-60km/h fahren. Schwieriger wird es bei Regen oder nach langer Trockenzeit.

T-adjusted Track

(T) Ein typischer Feldweg der, aufgrund des geringen Verkehrs, weitesgehend eine gleichbleibende Qualität aufweist. Auch die Streckenführung ändert sich wahrscheinlich nur selten, da es dafür keine Veranlassung gibt. Die Feldwege auf den russischen Topo-Karten aus den 80ern haben wir immer fahren können, die Asphaltstraßen hingegen hatten oft einen neuen Verlauf.

Mp-adjusted Marked Piste

(MP) Es gibt keinen einheitlichen Untergrund, da es sich nicht um eine preparierte Trasse handelt. Man orientiert sich nicht nur an den vorhandenen Spuren, diese können einen auch in die falsche Richtung leiten, sondern vor allem an den Markierungen, die je nach Strecke aus leeren Ölfässern, Spieren die im Sand stecken, alten Autoreifen, kleinen Betonpyramiden oder aufgestapelten Steinmännchen bestehen. Der Abstand zwischen den Markierungen kann durchaus 5Km und mehr betragen.

Ump-adjusted Unmarked Piste

(UP) Piste ist hier eigentlich nicht das richtige Wort, da es einfach querfeldein geht. Dementsprechend ist mit Verkehr auch nicht zu rechnen.

Fr-adjusted Forbidden Route

(FR) Mit diesem Symbol soll auf eine Strecke hingewiesen werden, die offiziell verboten ist, wie bspw. eine illegale Grenzüberquerung. Wer auf dieser Strecke "erwischt" wird, mit der offensichtlichen Absicht den Verbotsgrund zu ignorieren, muss evtl. mit Schwierigkeiten rechnen.
Manchmal kann es sinnvoll erscheinen so etwas zu tun, da z.B. nur das Land aus dem man raus fährt etwas gegen den Grenzübertritt hat, manchmal ändern sich auch Bestimmungen. Ich möchte solche Strecken nicht von vornherein ausschließen und kann auch den "Stolz" eines Fahrers über das Geschaffte verstehen und wenn sie entsprechend markiert sind, kann sich der Suchende seinen eigenen Reim darauf machen.

D-adjusted Dunes

(D) In Dünengebieten kann man einem GPS-Track nicht unbedingt folgen, da sich die Dünenformationen mit der Zeit durch den Wind verändern.

Wie kann ich die POI's, Routen oder Botschaften in der Google-Maps Karte anzeigen?

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Revision: 800 2013-10-28

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